Mögen die Spiele beginnen!

Alle vier Jahre ist es soweit, die Olympischen Winterspiele finden statt und diesmal durfte ich hautnah dabei sein. Unsere koreanischen Austauschschüler machten unsere Reise unvergesslich, indem sie uns einen Einblick in ihre Kultur und ihren Alltag ermöglichten.

Zusammen mit zwölf weiteren Jugendlichen aus Berlin und Brandenburg startete die Reise nach Seoul, der Hauptstadt von Südkorea. Noch nie hatte ich in einem so großen Flugzeug (zweistöckig) gesessen und so eine scharfe Flugzeugmahlzeit serviert bekommen.

Nach einem elfstündigen Flug wurden wir von unseren Austauschschülern mit einem Willkommensessen überrascht. Bevor wir den Essensraum betreten durften, mussten wir die Schuhe ausziehen und uns mit Stäbchen, im Schneidersitz, an unser koreanisches Essen wagen.

Die nächsten paar Tage war Sightseeing angesagt. Wir besuchten das Olympiastadion und seinen Park, zahlreiche Museen und den GyeongbokgungPalast mit seinen zahlreichen Besuchern in traditioneller koreanischer Tracht.

Bevor unsere Reise nach PyeongChang (Austragungsort der Spiele) weitergehen sollte, genossen wir die letzten Stunden in Seoul beim Kosten von koreanischem Fingerfood und einem wunderschönen Ausblick vom Seoul Tower auf die Stadt.

In PyeongChang standen wir selbst bei eisigen Temperaturen unseren deutschen Athleten beim Biathlon, Rodeln, Snowboarden und bei der nordischen Kombination zur Seite.

Unsere Anfeuerung mit einer kleinen Tanz-Choreographie und einer großen Deutschlandflagge begeisterte nicht nur die Top Athleten und Trainer, sondern auch das Fernsehen.

So kam es dazu, dass wir ins deutsche Haus eingeladen wurden und die unglaubliche Atmosphäre nach deutschen Siegen spüren durften. Wir trafen Legenden wie Maria Höfl-Riesch und Fabian Hambüchen, schauten bei der Liveübertragung von Interviews im Fernsehen zu und wurden vom Bobtrainer in die Trainingsräume geführt.

Nach all den neuen spannenden Eindrücken der Woche fiel der Abschied schwer, dennoch bin ich unglaublich dankbar dafür, so nah am Geschehen gewesen zu sein und eine komplett andere Kultur kennengelernt zu haben.

Anna Trützschler