Reise nach Jerusalem …

… und nein, ich meine damit nicht den nur allzu gut bekannten Stuhltanz, der häufig bei Kindergeburtstagen oder Hochzeiten gespielt wird.

Ich war wirklich in Jerusalem. Ich durfte nicht nur in der Hauptstadt sein, sondern noch ganz andere tolle Städte wie Tel Aviv oder Haifa sehen oder große Gewässer wie das Tote Meer oder das Mittelmeer.

Es ist zwar schon eine Weile her, dass ich in Israel war, jedoch war die Reise so unvergesslich, dass ich mich noch ewig daran erinnern werde. Durch den Landessportbund Berlin durfte ich mit mehreren aus meinem Turnverein „TSV Berlin Wittenau“ am 50. Austausch mit israelischen Jugendlichen teilnehmen. Insgesamt 20 Leute waren wir, die die 11-tägige Reise antraten. Nach nur 3,5 Stunden Flug standen wir bei fast 20 Grad und viel Sonne unter den Palmen.

In Jerusalem haben wir uns in den ersten Tagen nicht nur das Jerusalem Museum angeschaut. Wir waren auch im Yad Vashem, der größten Gedenkstätte, die an die nationalsozialistische Judenvernichtung erinnert und uns noch einmal stark zum Nachdenken gebracht hat. Wir waren an der Klagemauer, sowie in der Grabeskirche, die die heiligsten und bedeutsamsten Stätten des Christentums sind. Wir besuchten Synagogen und Moscheen.

Interessant war allein schon die Stadt Jerusalem an sich, denn sie sah komplett anders aus als Berlin oder andere bekannte Städte. Die Häuser, alle aus Kalkstein, weiß und mit flachen Dächern sahen sehr einfach aus. Die Straßen gingen steil nach oben und nach unten, sodass wir kaum einen Fahrradfahrer sahen.

Da die Reise nicht nur eine Kulturfahrt war, sondern auch eine Sportwoche, verbrachten wir viel Zeit mit unseren Austauschschülern. Alle machten Trampolin und Airtrack-Sport. Wir trainierten mit und das hat uns allen sehr viel Spaß gemacht. Abends haben sie uns Orte gezeigt, an denen sie ihre Freizeit verbringen. Wir haben ihre Familien kennengelernt und auch den Schabat miterleben dürfen.

Die letzten Tage waren besonders interessant und haben mich am meisten fasziniert. Wir waren nicht nur in Tel Aviv am Mittelmeer, sondern auch in der Wüste, wo wir den Masadaberg bestiegen. Auch das Baden im Toten Meer und die wohltuende Ganzkörpermaske mit seinem Schlamm waren einzigartig.

Durch diese tolle Reise habe ich gesehen wie bunt Israel doch ist. Ich kann jetzt gut nachvollziehen, wie schwer es für die Menschen in Israel sein muss zu leben, wenn alle Weltreligionen vertreten und ihre Stätten so dicht beieinander sind. Und wie wir aus den Nachrichten immer wieder hören, oftmals funktioniert es nicht. Den Nahostkonflikt kennen wir nur zu gut. Die Sicherheit spielt zwar eine sehr große Rolle, wir haben oft Polizisten mit großen Gewehren gesehen und wurden oft kontrolliert, trotzdem fühlten wir uns keineswegs unwohl oder unsicher.

Ich kann eine Reise nach Israel nur sehr empfehlen!
Also dann – Shalom!
Eure Betty